Neulich las ich irgendwo den Spruch: Superheldinnen ohne Umgang nennt man Mama. Da musste ich schmunzeln. Ist durchaus was dran, auch wenn ich mir höchst selten heldenhaft vorkomme.

Von A wie Arzt, über K wie Koch und O wie Organisationstalent, bis hin zu Z wie Zugführer (wahlweise von Lego oder Brio) ist alles dabei. Jede Menge Qualifikationen jedenfalls, die man halt mitbringen muss in diesem Job, auch ohne Ausbildung. (Versteht sich zudem von selbst, dass man 24/7 zur Verfügung steht und kein Gehalt bekommt.)

Zu Corona-Zeiten hat sich der Mama-Job noch verschärft. Während man vor der Krise zumindest ab und zu in Ruhe duschen und alleine aufs Klo konnte, gibt’s jetzt überhaupt keine Chance.

Und während die eine Hälfte der Familien versucht homeschooling mit homeoffice kompatibel zu kriegen und im Dauerlauf durchs Hamsterrad joggt, setzt die andere Hälfte gemeinsam fleißig Projekte um und malt entspannt Regenbögen. Ich befinde mich irgendwo dazwischen. Ohne Schule und ohne Regenbögen. Dafür mit daily Peppa Wutz bei aktuell 6 Körben ungefalteter Wäsche im Wohnzimmer. So what? Das Auto hat immer noch keine neuen Sommerreifen. Auch egal, steht ja gerade eh nur rum.
Und immerhin haben wir heute mal alle zusammen staubgesaugt und das Bad geputzt! Ha! #soproud ! Und überhaupt, hier hat sich heute keiner die Augen ausgekratzt, wir haben zusammen gekocht und gegessen, vorgelesen und Rad fahren geübt, Auas weg gepustet und Streit geschlichtet, den Osterhasen kontaktiert und Lieblingsmenschen angerufen und zum Schluss haben wir wieder die Mucke laut aufgedreht und zusammen getanzt. So.
Und jetzt schleich ich ins Schlafzimmer und geh meinen Umhang streicheln. Gute Nacht ihr Lieben! Morgen kommt ein neuer Einsatz. Ach ne, wir haben ja n Familienbett...

 

p.s.: seid stolz auf euch!