Corona, Corona, Corona...wie wir uns so durch die Krise schiffen, erzähle ich euch täglich auf Instagram. Jetzt habe ich auch hier eine Retrospektive begonnen. Peu à peu stelle ich euch die Wochenrückblicke zusammen. Los Geht's...

Tag 1 der Schließungen

Ich habe nicht gut geschlafen. Das Virus beschäftigt mich. Der Schock der Kita- und Schul-Schließungen setzt sich allmählich, und obwohl immer noch keine Antworten da sind, wie es mit dem Start in den Job und der Eingewöhnung des Zwergen funktionieren wird, schaue ich zuversichtlich auf die Zeit mit meinen zwei Jungs. Irgendwie wird es gehen und wir werden daran wachsen. Alle. Trotzdem fehlt mir die Perspektive und das verunsichert mich. Macht mir Angst. Und ich merke, wie sehr mir die Sicherheit fehlt. Ich fühle mich in meiner Freiheit eingeschränkt (obwohl es ja noch nicht mal Quarantäne ist), weiß nicht ob noch mehr Restriktionen kommen, habe Angst vor Einsamkeit und auch davor, dass sich liebe Menschen anstecken und es für sie gefährlich wird.

 

Leere Regale

Leute, wie verrückt ist das eigentlich??? Ich weiß, überall wurden schon so viele leere Regale gezeigt, aber wenn man dann vor einem steht, bleibt einem doch die Spucke weg. Kein Mehl, keine Nudeln , kein Klopapier , keine Tomatensoße … ich finde das wirklich unheimlich! Ist das nötig?

 

Rückzug

Wir haben uns nun auch eingemümmelt. Freiwillig. Keiner von uns ist krank. Zum Glück. Aber wir sorgen uns um Oma. Sicherheitshalber halten wir Abstand und gehen nur zum Einkaufen raus oder mal spazieren im Wald. Und zum Glück wohnen wir so im Grünen mit großem Garten. Welch ein Segen in dieser Zeit.

 

Müde müde müde

Heute kommt mein Tagebucheintrag spät. Das liegt nicht daran, dass es nix zu erzählen gäbe. Allein die letzte Nacht war quasi inexistent. Ihr wisst was das heißt. Müdemüdemüde bin ich heute. Sogar zu müde zum Meckern. Heute lasse ich tatsächlich alles fließen. Kaum zu glauben, dass ich das mal lernen würde.

 

Lagerkoller

Guten Morgen ihr Lieben, heute wieder mit besserer Laune! Das Zahnen des Zwerges ist zwar noch in vollem Gange, aber wir lassen es heute gelassen an, lassen die Sonne rein und schicken Stress und schlechte Laune fort.
Um mich herum hat schon eine Bombe eingeschlagen. Ungefähr alle Spielzeugkisten sind ausgeleert. Gerade krabbelt der Zwerg in die Küche und zieht an den Schubladen. Aber noch kann ich all das gut ignorieren.
Die Kinder haben gestern den Hof und noch so einiges anderes verschönert. Auch eine prima Beschäftigung gegen den Lagerkoller. Heute wird weiter gemalt. Was für ein Segen, dass wir einen Garten zur Verfügung haben! 

 

Klopapier, das neue Gold!

Eigentlich fing alles ganz gut an. Um 20:45 Uhr fahre ich auf den Supermarktparkplatz und freue mich! So wenig los! Keine Schlangen, keine Einlasskontrolle. Prima, das sollte fix gehen! Und man konnte sich wirklich prima aus dem Weg gehen. Tschakka! Beim Metzger kam ich sofort dran und die meisten Dinge waren auch vorrätig, wenn man mal von Hefe, Nudeln oder  Frischkäse absieht. Dafür wuselten jede Menge MitarbeiterInnen durch den Laden und füllten die Regale. Juchuuu! Einen Freudenschrei ließ ich los, als ich dann zum Klopapier kam. Es gab welches! Zwar nicht die Sorte, die ich sonst kaufen würde. Aber immerhin! Zack, 2 Packen aufgeladen. Eine für uns und eine für meine Schwiegermutter, letztere hatte mich am Nachmittag gebeten, welches beim nächsten Einkauf mitzubringen, so es denn welches gäbe. 

Dann die Ernüchterung an der Kasse: jeder nur eine Packung Klopapier! Bitte what? Mir bleibt die Spucke weg. Klar ich verstehe. Keine Hamsterkäufe. Logisch. Sehe ich ein. Habe ich ja auch nicht gemacht. Hab ja nicht 5 Packen genommen, sondern 2. Und die nicht mal allein für mich. Aber Erklärungen konnte ich mir sparen. Jeder nur eine Packung! So ist die Anweisung. Ich resigniere. 

Gleichzeitig frage ich mich aber schon, wozu man sich in der Nachbarschaft aushilft und gerade denen unter die Arme greift, die wirklich gefährdet sind und nicht mehr vor die Tür können. 

Die Antwort ist also: 

a) komm morgen wieder

b) schummel dich durch eine andere Kasse 

c) fahr einen anderen Supermarkt an

d) Schick die Leute selber einkaufen und lass das Helfen sein. 

Leute, ist das euer Ernst?

 

Mach's dir leichter

Neuer Tag, neues Glück! Nachdem ich gestern ja echt frustriert war nach meinem Einkauf, erzähle ich euch heute von meinem wöchentlichen Lichtblick. Gerade in diesen Zeiten ist es so wichtig, sich Hilfe von außen zu holen. Das Leben als Familie ist ohnehin nicht immer leicht und im turbulenten Alltag ist jede Minute kostbar. Deshalb:

Seit ein paar Jahren rückt hier jede Woche der Lieferdienst an. Wir bekommen Obst und Gemüse von #umdieecke und #allesbio und außerdem Milch, Joghurt und Quark. Das ist eine so große #Hilfe, nicht nur in #Krisenzeiten! Seltener einkaufen, weniger schleppen, einfach tolle Produkte und jetzt ganz ohne persönliche Kontakte. Tschakka! Wir schätzen das sehr. Danke, für die Unterstützung! Ich hoffe, ihr bleibt alle gesund!

 

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