Eine weitere Woche ging ins Land. Von wievielen nochmal? Ach. Seufz. Hier jedenfalls lest ihr, was wir diese Woche so getrieben haben und wie es uns gerade geht... (Bilder füge ich möglichst bald noch bei. Irgendwie hab ich gerade so wenig Zeit...Warum denn nur???)


DIY: Traumfänger selber machen

Wir haben nochmal eine Bastelstunde gehabt und zeigen euch hier unser Ergebnis: ein Traumfänger für den Garten.Die Auffädelei war gar nicht so leicht fürs Goldkind aber wir finden das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und was ich besonders toll finde, ist die Kombination aus Waldspaziergang oder Gartenzeit und dem Basteln im Anschluss! Dieses Exemplar werden wir verschenken. Aber ich glaube, ich muss da gleich nochmal einen machen! 

 

Raus aus'm Haus, rauf auf's Rad!

Endlich haben wir mal die Räder ausgepackt und sind drauf losgeradelt. Den Kopf frei pusten lassen. Sozusagen. Wie gut das tat! In ulm sind wir schließlich gelandet. Es war so schön, all die bekannten Ecken mal wieder zu sehen! Nach 4 Wochen Kitafrei und 3 Wochen Ausgangssperre war ich doch tatsächlich das erste Mal wieder in der City! Bei so viel beschaulichem Dorfleben war das beinahe ein Kulturschock! So viele Leute überall! Manchmal war da das Abstand halten gar nicht so leicht! Aber ein Eis haben wir ergattert. Per Telefonbestellung und Auslieferung nach draußen! Yippie! Danke @eisrausch.ulm ! Ach ja, und das Ulmer Münster steht natürlich auch noch. und die Donau plätschert gemütlich vor sich hin. Schön, solche Konstanten! Gerade zu Ostern fehlt es mir doch, in die Kirche gehen zu können. Nächstes Jahr dann hoffentlich wieder. 

 

Fröhliche Ostern!

Fröhliche Ostern wünsche ich euch allen, in diesem doch so besonderen Jahr! Auch ohne Live-Gottesdienst und ohne Osterfeuer hat es der Osterhase dieses Jahr wirklich gut mit uns gemeint. Heute gab’s schon Brötchen frei Haus mit Ostergruß und einen schönen Osterstrauß für mich, der vor der Tür stand. Und das Goldkind hat natürlich jede Menge Nester und Eier gefunden! (Ich weiß gar nicht wann wir den Schokoberg essen sollen, aber das Goldkind ist schon fleißig dabei und ich hoffe, ihm wird nicht irgendwann schlecht. Ich hatte ja schon nach zwei Eiern genug (Huch! Was’n da los????)) – Wir haben heute außerdem ein neues Ritual für uns gefunden. Aber davon erzähle ich euch morgen! Corona-Ostern Lasst es euch gut gehen! 

 

Ein Hauch Melancholie

Nach gefühlt 30 durchwachten Nächten seit der Corona-Ausnahmesituation hat die letzte Nacht nochmal alles in den Schatten gestellt. Das Zwergenkind ist mit hohem Fieber aufgewacht. Und ich hoffe, das ist einfach eine Impfreaktion (bitte keine Diskussion über Sinn und Unsinn vom lmpfen!) und nicht schon wieder ein Infekt. Und genauso schlapp sind wir in den Tag gestartet. Das Zwergenkind hängt an meinem Rockzipfel und im Radio laufen Diskussionen über die Lockerung der Ausgangssperre. Und da überrollt sie mich wieder, die Welle der Hoffnungslosigkeit und Sorge. Was kommt? Wann kommt’s? Was wird aus meinem Job? Was, wenn die Kita erst im September wieder für uns öffnet? Schließlich war die Eingewöhnung ja noch nicht mal. Ich fühle mich einsam heute und mutlos und, verdammt, ich vermisse meine Freunde! Und Nachbarn! Und all die Kindergartenkumpels! Da hilft heute nicht einmal der blaue Himmel, der sonst echt viel wieder wett macht. Seufz. Wie heißt es so schön: morgen ist ein neuer Tag! Na, da warte ich drauf! Nur noch neun Stunden, bis die Kinder schlafen gehen. Ein Klacks!

 

Entscheidungstag

Sodele, wir sind prepared – egal, was die gerade entscheiden. Beim Kinderarzt gab's Masken. Stylisch, oder? Naja. Über Geschmack kann man streiten. Zumindest bringt’s Farbe ins Leben. Hahahaha.
Aber ernsthaft: Bei all den Dingen, die da im Raum stehen, bin ich echt gespannt auf das Ergebnis! Ob wir den Kindergarten vor September nochmal sehen? Ich vermisse die Leute dort, von der Unterstützung, die fehlt, mal ganz abgesehen. Von wegen Dorf und so! Ich gebe mir echt viel Mühe, empathisch zu bleiben. Gewaltfreie Kindheit ist mir wichtig und Beziehung statt Erziehung sowieso! Aber ich spüre auch, wie meine Kraft schwindet und es immer mehr zur Anstrengung wird, nicht dauernd zu motzen. Und auch das Goldkind hat langsam die Faxen dicke, immer nur Mama zu sehen. Es vermisst Action und seine Freunde und neuen Input von außen. Aber spielen auf Distanz? Das kann ich mir bei kleinen Kindern echt so gar nicht vorstellen. Ich bin also wirklich gespannt, was sich die Obersten überlegt haben. Keine leichte Entscheidung!

 

Steine bemalen

Heute macht sich ein kleines Päckchen bunter gute-Wünsche-Steine auf die Reise. Hoffentlich freut sich das Geburtstagskind über dieses „zero-budget“ Geschenk aus unserem Garten. Bemalt haben wir die Steine mit Filzstiften. Das hat prima geklappt mit dem kleinen Mann. Vielleicht malen wir uns einfach selbst auch noch welche und legen sie zur Erinnerung in den Garten oder in eine der Steinestraßen hier im Ort… Ich bin gespannt, ob sie witterungsbeständig genug sind… (Anmerkung: Leider nein. Der Regen hat alles weg gespült :-( )

 

Die Würfel sind gefallen

Die Würfel sind gefallen. Also ein bisschen zumindest. Ein paar Erleichterungen wird es in den nächsten Wochen geben. Es ist gut, die Wirtschaft zu unterstützen, das hilft uns mittelfristig allen. Aber irgendwie gehen die Entscheidungen mehrheitlich an meiner aktuellen Wirklichkeit vorbei. Was ich bräuchte ist Unterstützung im Alltag. Finanzielle Hilfe, die auch ankommt, wo sie hin soll. Möglichkeiten für Pausen. Umarmungen und jemanden zum anlehnen. Und ich wünsche mir ein Mittel gegen diese Ungewissheit, die dieses Virus auf allen Kanälen mitbringt. Diese Fremdbestimmung und Planung auf Sicht machen mich fürchterlich unzufrieden. Nichts ist, wie es war. Und es wird vielleicht auch nie mehr so sein. Oder sagen wir: sehr sehr lange nicht. Alles wandelt sich. Sicher ist nur die Unsicherheit. Kinderbetreuung, Job, Finanzen, Baustelle, Gesundheit, das soziale Miteinander welches den Menschen im Kern ausmacht… Ich weiß auch, dass es im Moment nicht möglich ist, hier Erleichterungen herbei zu führen. Mein Kopf weiß das. Mein Herz schreit jeden Tag lauter. Und ich mache mir Sorgen, was das mit mir, mit meinen Kindern und mit unserer Gesellschaft macht. Der Mensch ist kein Einzelgänger. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wie lange können wir das also ertragen ohne Schaden zu nehmen?


 
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