Es ist der Abend vor dem Ferienende, der letzte Abend vor dem nächsten Lockdown und der Abend meines 37. Geburtstags. Der Tag, vor dem Ich mich lange Zeit so gefürchtet habe. Ich hatte Angst, ihn allein zu verbringen. 

Allein im Chaos mit zwei Kleinkindern, die ich so sehr liebe, die mich aber auch alle Kraft kosten, die ich habe. Ich hatte Angst, unter zu gehen. Gar nicht zu merken, dass es mein Geburtstag ist und ich wertvoll bin. Angst, es wäre ein Tag, wie all die anderen. Die ich im Moment kaum schaffe, die mich schaffen. Es kam anders.

Am Samstag kaufte ich mir Blumen und buk einen Kuchen. Sicherheitshalber. Am Nachmittag klingelte der Postbote und brachte zwei weitere Sträuße.


Heute erhielt ich unglaublich viele Nachrichten und Anrufe voller Fürsorge und Mitgefühl.
Es wurde gesungen und Musik gemacht nur für mich.
Ich musste das Frühstück nicht selbst machen und bekam Hefezopf und Frühstücksei, Cappuccino, frische Semmeln, Obstsalat und Orangensaft. 

Eine Freundin brachte Kuchen.
Die Schwägerin noch einen. 



lch war nicht alleine. Trotz Pandemie und all ihrer verkorksten Regeln. Mein Dorf war (indirekt) bei mir.
Ich fühle mich gesegnet und reich beschenkt. Danke, dass ihr da seid!