Zum zweiten Mal schwanger...hier lest ihr, was sich für mich verändert hat, oder eben nicht...

Ich kann also sagen, die zweite Schwangerschaft ist nicht vergleichbar mit der ersten. Der Bauchzwerg bekommt nicht halb so viel Aufmerksamkeit, wie sein großer Bruder. Er läuft schon jetzt mit. Das Goldkind braucht mit seinen zweieinhalb Jahren (gerade) einfach viel Beachtung, rebelliert, testet und hat ordentlich Bewegungsdrang (während ich am liebsten auf dem Sofa säße…seufz).

Beim ersten Mal ruhte ich mich nach dem Büroalltag aus. Das heißt, ich kam nach Hause und habe erstmal 2 Stunden geschlafen, dann zu Abend gegessen und dann wieder geschlafen. Jetzt komme ich zwar etwas früher heim, aber dann geht’s zur Musikstunde oder zum *achtungneudeutsch* Playdate oder zum Spielplatz. Manchmal hechte ich auch dem Laufrad hinterher oder hieve das 18kg-Goldkind in den Einkaufswagen. An den anderen Tagen sitze ich stundenlang auf dem Boden und spiele Auto oder Eisenbahn (natürlich muss ich dazu regelmäßig unters Sofa kriechen, um irgendwas wiederzufinden, und mich ständig hinsetzen/aufstehen/hinsetzen/aufstehen (ist mit Bauch echt ätzend. Kneift wie blöd und beim Aufstehen fühle ich mich wie mit Mitte 90.)).

Wirbel ums Geschlecht

Hinsichtlich der Frage nach dem Geschlecht bin ich ja irgendwie pragmatisch veranlagt. Vor allem wegen der Suche nach einem Namen. Das finde ich nämlich echt schwierig und würde nur ungern direkt nach der Geburt ratz fatz nach einem suchen müssen oder 2 vorbereiten. Also war klar, dass wir es wissen wollen.

Mein Bauchgefühl sagte mir von Anfang an: Das wird ein Mädchen. Was mich sehr gefreut hat. Ein Mini-me. Das ist super. Umso gespannter war ich auf die Sonos. Tja. Viel Gewissheit hat sich daraus allerdings nicht ergeben. Die Ärztin glaubt es wird ein Junge. So ganz eindeutig war es aber nie zu sehen.* 
Anfangs war ich total verwirrt aufgrund ihrer Einschätzung. Sollte mein Bauchgefühl nur Wunschdenken gewesen sein? Ich muss zugeben, ein bisschen geknickt war ich schon beim Gedanken an einen zweiten Jungen (kein Mini-me, dafür noch mehr Wirbel. Jungsspiele, keine Zöpfe flechten und rosa Kleidchen nähen. Menno!). Inzwischen freue ich mich Jungsmama zu sein, die Namenswahl war viel einfacher als letztes Mal und ich bin einfach unfassbar gespannt auf den kleinen Wirbelwind! 
Und sollte die Geburt nun doch eine Überraschung mit sich bringen, ich glaube, dann bekomme ich  einfach direkt im Kreißsaal einen Lachanfall.
 

Und sonst?

Die klassischen Schwangerschaftsbeschwerden sind in etwa dieselben, wie letztes Mal. Übelkeit im ersten Trimester (ok ein bisschen mehr diesmal, aber noch im Rahmen des Erträglichen. Nur ab und zu Erbrechen *yeah!*), regelmäßige Rückenschmerzen, schlaflose Nächte, nicht auf dem Rücken liegen können... Ich rechne auch mit Sodbrennen am Schluss und freue mich wie Bolle, dass die Symphyse diesmal nicht weh tut.

Kulinarisch sehne ich mich deutlich weniger nach Döner, als letztes Mal, esse aber dauernd Müsli mit Obst (geht halt schnell und das Goldkind liebt es). Käse, Saure Gurken und Nudeln gehen irgendwie immer, wobei ich versuche jeden Tag wenigstens einmal vernünftig zu essen. Also mit Gemüse oder Salat. Und ich muss schauen, wie ich den Schokoladenbedarf wieder etwas reduziere (wird über Weihnachten schwierig, ich weiß), damit aus dem im Moment normal großen Kind nicht doch wieder ein Brummer wird *oje*.

Für den Nestbau genieße ich es, dass viele Dinge einfach schon da sind – es also wirklich weniger Orgakram ist. Dafür sind wir mitten in den Planungen, ans Haus anzubauen und haben viele Abende lang Pläne gezeichnet, irgendwas recherchiert oder Architekten getroffen. Jetzt legen wir unsere Vorstellungen in die Hände der Behörden und hoffen, dass unsere Pläne genehmigt werden. Dann gäbe es endlich mehr Platz. Überall. Für ein zweites Kinderzimmer, für ein vernünftig großes Wohnzimmer (und keine Wohnhöhle) und Stauraum (für Kinderkram ebenso wie für Weihnachtsdeko). Wenn die Supermächte gnädig sind, springt vielleicht sogar ein Nähzimmer/Büro für mich raus. Aber davon wage ich bislang ja nur zu träumen.

 

* beim ersten Mal hat das Bauchgefühl übrigens von Anfang an gestimmt. Ok 50/50-Chance, aber trotzdem. Irgendwie wusste ich ganz genau, dass es ein Junge würde.

 

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