„Machen Sie eigentlich wieder einen Geburtsvorbereitungskurs?“ fragte mich neulich die Hebamme in meiner gynäkologischen Praxis. Ich muss sagen, da wär ich im Traum nicht drauf gekommen, denn schon beim ersten Kind habe ich mich da fürchterlich gelangweilt. Ich wusste einfach schon so viel durch die vielen Schwangerschaften und Geburten in meinem Umfeld. Ich verneinte ihre Frage also und fragte mich insgeheim, wie die Vorbereitung auf die Geburt dieses Mal am besten aussehen könnte?

Manche Dinge sind für mich dabei ganz klar gewesen: Yoga und Akupunktur haben sich einfach schon beim ersten Mal wirklich bewährt.
Beim Yoga habe ich Zeit nur für das Baby und mich. Ich lerne aktiv zur Ruhe zu finden, zu entspannen und ruhig zu atmen. Nebenbei sind einige Übungen echt nützlich, um die Rückenschmerzen während der Schwangerschaft zu lindern.
Akupunktur soll bewirken, dass sich die Eröffnungsphase verkürzt und damit die Geburt insgesamt schneller geht. Ob es da wirklich einen Zusammenhang gibt, kann ich natürlich nicht sagen. Aber Mein Muttermund öffnete sich letztes Mal schon etwas in der Zeit vor der Geburt. Insgesamt war die Eröffnungsphase auch nur knapp 8 Stunden lang, statt wie durchschnittlich 1cm/Std.
Die Zeit während der Akupunktur genieße ich übrigens immer sehr. Die Nadeln piksen nicht besonders und die halbe Stunde Entspannung ist eine echte Wohltat. Ich fühlte mich anschließend in Harmonie mit mir und der Welt. Irgendwie ausgeglichen und im Reinen.

Und was ich auch wieder versuche, ist Himbeerblättertee. Das ist gut machbar und schmeckt eigentlich ganz ok. 

Neu dagegen sind für mich Heublumensitzbäder. Die hat mir eine Freundin empfohlen. Das werde ich mal versuchen. Vielleicht reduziert sich dadurch die Gefahr eines so gravierenden Dammrisses? Wer weiß…

Dafür habe ich gegen eine Dammmassage entschieden. Das ist einfach so gar nicht mein Fall. Auch wenn’s vielleicht hilft…

Viel entscheidender als die Infos im letzten Geburtsvorbereitungskurs finde ich (diesmal) eine mentale Vorbereitung auf die Geburt. Ich brauche eine gute mentale Stärke und innere Gelassenheit. Das merke ich schon die ganzen letzten Wochen. Immer wieder fangen die Gedanken an um die Geburt zu kreisen und ich sorge mich, wie es wohl werden wird. Durch die Erfahrungen vom letzten Mal bin ich angespannter als gedacht. Die Erinnerung an die Schmerzen und die Angst vor einem Dammriss sind einfach unwaigerlich da. 

Ich beschäftige mich also mit Hypnobirthing und positiven Affirmationen (s. Bild). Nein, ich glaube nicht, dass eine Geburt völlig schmerzfrei von statten gehen kann, aber ich denke, dass Entspannung gut tun wird. Im Yoga habe ich gelernt, dahin zu atmen, wo es zieht. Ich hoffe, das kann ich mir zu Nutze machen.

Außerdem habe ich neulich gelesen, dass jemand unter der Geburt angefangen hat zu tanzen und die Geburt dadurch beschleunigen und entkrampfen konnte. Ein ganz großartiger Gedanke. Ich hab also schon mal ein bisschen Musik auf mein Handy gepackt. Mal sehen, ob die dann zum Einsatz kommt J

Und dann bereite ich mich im Moment auch aufs Wochenbett vor. Durch die Selbständigkeit meines Mannes ist es leider nicht möglich, dass er mich nach der Geburt wochenlang umsorgt. Ich tue also gut daran, das Wesentliche selbst zu organisieren. Zum Beispiel Vorräte anlegen. Das fängt beim Shampoo an, geht über Stilleinlagen und endet bei Lebensmitteln.

Deshalb ist der Froster gefüllt mich leckeren Soßen, Lasagne, Gemüse, Apfelstrudel etc. Außerdem habe ich eine Liste erstellt mit Gerichten, die wirklich schnell gehen und die ich im Zweifel auch kochen kann. Die hängt direkt in der Küche, damit ich nicht groß anfangen muss zu grübeln, was es heute geben soll ;-)

Ich hoffe, das macht die Zeit nach der Geburt zumindest ein kleines bisschen leichter.

Habt ihr noch Tipps? Dann immer her damit.

 

Alles Liebe, von Lena