Ihr Lieben, endlich kann ich raus mit der Wahrheit. Die letzten Tage war ich kurz davor zu platzen vor innerer Freude und dem Maulkorb den ich mir selbst erteilt habe. Ihr ahnt richtig: Nr. 2 3* hat sich auf den Weg zu uns gemacht.
Da der Blog auch eine Art Tagebuch für uns sein soll, nehme ich natürlich auch diese Schwangerschaft nicht aus, sondern werde hin und wieder berichten, wie es uns damit geht.

Es ist anders als letztes Mal, denn ich bin hibbelig und ruhig zugleich. Hibbelig, vor Sorge um das Kind (das kann man wohl nie abstellen, oder?). Und ruhig, weil ich das Gefühl habe, ich weiß im Groben, was da auf uns zukommt.

Der große Vorteil: Die Baby-Ausrüstung ist vom Goldkind weitestgehend noch vorhanden. Und bei allem, was darüber hinaus gebraucht wird, fühle ich mich gut vernetzt, so dass ich dahingehend keinen Stress empfinde.

Einzig die Platzfrage, die sich in unserem kleinen 80qm-Reich kontinuierlich stellt, müssen wir nun mit Nachdruck angehen und eine schlaue Anbau-Lösung finden. Wir betreiben den Nestbau dieses Mal also einfach eine Nummer größer. Und auch darauf freue ich mich sehr. Endlich mehr Platz. Das ist echte Lebensqualität!

Genau wie letztes Mal habe ich im Büro außergewöhnlich früh Bescheid gesagt. Einerseits, weil die Übelkeit mir kaum eine andere Wahl ließ, andererseits weil wir mitten in einem Umstrukturierungsprozess stecken und ich es unfair gefunden hätte, nach ein paar Wochen zu sagen „Ätsch, jetzt dürft ihr alles nochmal neu überlegen“. Den Tag, an dem es das Team erfuhr habe ich übrigens als sehr befreiend erlebt. Ein großer Schritt, um zu begreifen, was da gerade passiert und sich vorzufreuen.

Apropos Freude: Wir freuen uns. Wir, das heißt auch das Goldkind freut sich mit. Ich bin überzeugt davon, dass er es als erstes wusste, ohne so genau zu wissen, worum es geht (in der Zeit rund um den Test wurde er plötzlich seeeehr Mama-fixiert und schlief enorm schlecht, suchte nach Nähe usw.).

Seit ein paar Tagen küsst und streichelt er den Bauch, der schon in der 7ten Woche beschlossen hat sich offensichtlich zu vergrößern (seit der 9ten Woche trage ich nun auch andere Klamotten - das war letztes Mal viel später), und will täglich sein neues Lieblingsbuch ansehen: Ein Babybuch für Geschwisterkinder. Außerdem hat er schon angekündigt: „Baby da, dann du (=er) Kinderjagen sieben, dann Baby slafen“. Wird also voll entspannt für uns, mit Babysitter in einem Haus *hahahahaaha*.

Und so gehen wir also stetig voran, jeder für sich und wir alle zusammen. 4 – das fühlt sich jedenfalls unheimlich richtig an.

 

 

* Ihr wollt wissen, wieso aus 2 die 3 wurde? Davon erzähle ich euch dann beim nächsten Mal. (äh und nein, es werden keine Zwillinge!)