Urlaub als Familie funtioniert anders, als Urlaub als Paar. Ist eigentlich ganz logisch, ist da ja jetzt noch jemand, der Bedürfnisse hat und diese auch deutlich zeigt. Aber vielleicht ist es an der einen oder anderen Stelle doch sinnvoll, sich vorher Gedanken gemacht zu haben. Wir waren von manchen Dingen jedenfalls ziemlich überrascht, anderes hat sich genau so bewahrheitet, wie erwartet. Hier unsere wichtigsten Erkenntnisse:

  1.  Eine Unterkunft buchen, die die Bedürfnisse aller Mitreisenden berücksichtigt:

    - Bloß kein einzelnes Hotelzimmer! Das bietet zu wenig Platz und wenn das Kind schläft, ist man selbst gebunden und kann nicht mehr viel tun (leise sein, Licht aus etc.).

    - Ein Ort, an dem Kinder sich möglichst wenig einschränken müssen und man maximal flexibel ist in der eigenen Tageseinteilung, ist ideal. Für uns ist das z. B. eine Ferienwohnung oder ein Campingplatz.

    - Am besten ist ein Spielplatz in der Nähe und vielleicht auch ein Pool/das Meer/ein Schwimmbad.

  2. Frühzeitig überlegen, wie man möglichst stressfrei anreisen kann:

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    Natürlich sind kurze Strecken Gold wert, vor allem wenn sich dein Kind im Auto schnell langweilt. Evtl. kommt eine Nachtfahrt in Frage – man bekommt zwar auch dann nicht allzu viel Schlaf, aber es ist immer noch einfacher als 10 Stunden lang für Beschäftigung sorgen zu müssen. Wenn möglich bleibt bei uns übrigens der Platz neben dem Kind immer frei. Dann kann ich jederzeit neben es sitzen, wenn es mich braucht.


  3. Vorher überlegen, worin das Kind schlafen soll:

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    Im Familienbett? Im Reisebett? Bringst du das selbst mit oder gibt es eines vor Ort? Ist das Zimmer groß genug dafür?
    Wir bevorzugen übrigens ein Reisezelt. Da ist es heimelig drin, Schnaken dürfen draußen bleiben und es passt eigentlich überall hin.

    - Angenehm ist es auch, vorher abzuklären, ob es Equipment wie einen Hochstuhl und ggf. eine Mirkowelle oder einen Wasserkocher für Gläschen gibt.

    - Im Ausland bietet es sich an Lieblingsessen und Windeln einzupacken. Dann gerät man vor Ort nicht in Stress, weil es das richtige Produkt vielleicht nicht oder sehr teuer gibt.


  4. Sich einlassen auf die Wünsche des Kindes:

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    Betrachte mit ihm alle Kiesel, Schneckenhäuser, Ameisen und Stöckchen, die es dir fasziniert zeigt. Ein Spaziergang oder der Spielplatzbesuch wird vielleicht länger dauern, als dir lieb ist. Aber dafür hast du anschließend ein erfülltes Kind, das womöglich einen guten Mittagschlaf macht. In der Zeit kannst dann du deine Urlaubsbedürfnisse stillen, die mit Kind nicht gehen.

    - Flexibel im Tagesrhythmus sein!
    Nicht selten ändern Kinder ihre Gewohnheiten im Urlaub und schlafen z. B. zu anderen Zeiten. Auch hier eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Ein langer gemeinsamer Mittagschlaf und dann ein abendlicher Eisspaziergang ist eine schöne Sache.

 

Wie seid ihr zusammen unterwegs? Was sind eure Top-Tipps für einen entspannten Urlaub als Familie? Lasst es mich wissen! Eure Lena